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KIG - das befundbezogene kieferorthopädische Indikationssystem

KIG - Was die gesetzliche Krankenkasse nicht bezahlt!
Die Grenzwerte für die Leistungspflicht!
Die unten aufgeführten Abweichungen gehören zum Behandlungsbedarfsgrad 1-2 und gehören damit nicht zur Leistungspflicht der KK! Ab dem Behandlungsbedarfsgrad 3 gehören weitere Behandlungsbedarfsgrade ab 1 ebenfalls zur vertragszahnärztlichen Leistung. (Die Aufstellung ist stark vereinfacht!)
Die gesetzliche Krankenkasse zahlt nicht mehr, wenn:

die Frontzahnstufe nur bis zu sechs Millimeter beträgt.
(Frontzahnstufe: der Abstand der Schneidekanten der Frontzähne des Ober- und des Unterkiefers zueinander. Die Frontzahnstufe kann durch zu weit vorstehende Schneidezähne verursacht sein. In den meisten Fällen (ca. 60-70%) ist die Ursache für die Frontzahnstufe eine Rücklage des Unterkiefers.)
frontal oder seitlich offene Bisse einen Schneidekanten- oder Höckerabstand von nur zwei Millimetern haben.
(Zwischen den Zähnen ist beim Zusammenbeißen ein Spalt von 2 mm oder weniger!)
der tiefe Biss die Gingiva (Zahnfleisch) zwar berührt, aber nicht traumatisiert (verletzt).
(Schneidezähne des Unterkiefers berühren zwar beim Zusammenbeißen das Zahnfleisch oder den Gaumen, verletzen jedoch nicht!)
nur ein Kopfbiss (Kreuzbisstendenz) vorliegt.
(Normalerweise greifen die äußeren Höcker der oberen Seitenzähne über die unteren Backenzähne. Beim "Kreuzbiss" aber ist der Überbiss im Seitenzahnbereich umgekehrt. Wenn lediglich eine Kreuzbisstendenz mit Höcker-Höckerverzahnung der Seitenzähne vorliegt, spricht man von einem Kopfbiss.)
bei Engständen und Lücken die Kontaktpunktabweichungen bis zu drei Millimeter betragen.
(Kontaktpunkt ist der Bereich des Zahnes an dem benachbarte Zähne sich normalerweise berühren.)
der Platzmangel zwischen den Zähnen bis zu drei Millimeter beträgt.
(Es ist anzunehmen, dass bei Platzmangel bleibende Zähne außerhalb des Zahnbogens oder gedreht durchbrechen.)

Selbst wenn erhebliche Funktionsstörungen vorliegen - zum Beispiel schädliche Gewohnheiten wie falsches Schlucken, Sprechfehler bei habituell frontal offenem Biss, oder wenn eine Anomalie zur Verschlechterung neigt - sind keine Ausnahmen für derartige Fälle vorgesehen.

Frühbehandlungsmaßnahmen
Frühbehandlungsmaßnahmen
Die vom Sachverständigenrat zur langfristigen Kostensenkung in der Kieferorthopädie empfohlene Früherkennung und Prophylaxe und die dazu gehörenden Frühbehandlungsmaßnahmen - bereits im Milchgebiß und im frühen Wechselgebiss - sind derzeitig zulasten der gesetzlichen Krankenkasse nicht möglich.
Erst bei der zum späteren Zeitpunkt geplanten Umstrukturierung des gesetzlichen Krankenkassensystems soll eine neue Regelung zu den Frühbehandlungsmaßnahmen vereinbart werden.

















Erste neue Regelungen zu den KIG-Ausnahmen
im Milch- und frühen Wechselgebiss!
Stand: Oktober 2002
Nach Nr. 12 der Kfo-Richtlinien sollen kieferorthopädische Behandlungen, von begründeten Ausnahmen (Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten, skelettale Dysgnathien, Morbus Down, Kreuzbisse) im Milch- und frühen Wechselgebiss abgesehen, nicht vor Beginn der 2. Phase des Zahnwechsels (spätes Wechselgebiss) begonnen werden.
Mit dieser Regelung werden sowohl der Zeitpunkt des Beginns der kieferorthopädischen Behandlung nach § 29 SGB V als auch die Ausnahmen festgelegt.

>>> weitere Informationen über den Behandlungsbedarfgrad (KIG-Schema)
>>> weitere Informationen zu den KIG-Ausnahmen

KFO - für schöne gesunde Zähne
 
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