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Frühbehandlung

Habits • Prophylaxe • Prävention
Zahnfehlstellungen und Kieferanomalien sind zum größten Teil erworben, d.h. selbst verschuldet. Nur wenige Zahnfehlstellungen sind ererbt oder angeboren. Eine klare Trennung oder Abgrenzung ist allerdings oftmals nicht möglich, da die erblichen Anomalien durch schädliche Gewohnheiten überlagert werden. Sie verstärken das Ausmaß der Fehlstellungen.
"Habits" - Schädliche Gewohnheiten

• Alle Lutschgewohnheiten und schädliche Dysfunktionen (Habits), wie Fehlhaltungen der Lippen oder "Falsches Schlucken", sind neben dem vorzeitigen Milchzahnverlust durch Karies die häufigsten Ursachen erworbener Kieferanomalien. Sie treten frühzeitig im Milchgebiß auf. Bleiben sie unbehandelt, oder wird das Lutschen nicht rechtzeitig abgewöhnt, findet sich ein Großteil in meist ausgeprägter Form im Wechselgebiß wieder.

Erworbene Kieferfehlstellungen sind durch eine frühe und gezielte kieferorthopädische Prophylaxe (Vorsorge) vermeidbar. Zeigen sich im Milchgebiß bereits Kieferfehlstellungen, können diese durch geeignete Maßnahmen, wie z.B. die
Mundvorhofplatte, behoben werden. Eine Selbstausheilung ist also möglich. Voraussetzung ist allerdings das Abgewöhnen der vorliegenden schädlichen Angewohnheiten.

Lutschgewohnheiten deformieren den Kiefer

• Die dauernde Einlagerung von Fremdkörpern - sei es der Daumen oder ein Sauger - über das 3. Lebensjahr hinaus, biegen die Zahnreihen zu einem offenen Biss auf.

Der längere Gebrauch von Flaschen- oder Beruhigungssaugern führt in der Regel zu einem symmetrisch (gleichmäßig) offenen Biß. Bei ihm verkürzen sich überwiegend die oberen Schneidezähne durch Aufbiegung der Zahnreihe.

Anders sind die Auswirkungen des Daumen- oder Fingerlutschens: Die Aufbiegung des oberen Zahnbogens ist meist deutlich asymmetrisch (ungleichmäßig). Die Asymmetrie wird durch das bevorzugte Lutschobjekt - Daumen bzw. Finger der linken oder rechten Hand - bestimmt. Eine zusätzliche Verengung des Oberkiefers tritt auf, wenn der Daumen stark angesaugt wird und ein Unterdruck die Wangenmuskulatur an die Seitenzähne preßt. Ein oberer Schmalkiefer mit seitlichem Kreuzbiß und eine Behinderung der Vorentwicklung des Unterkiefers sind die Folge. Durch den Daumen- oder Fingerdruck können sowohl die unteren Frontzähne zur Zunge hin als auch der ganze Unterkiefer nach rückwärts gedrückt werden.

KFO: Entwicklungsstörungen rechtzeitig erkennen und beseitigen!

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